Geldwettbewerb statt Bargeldverbot

Geld
Die PDV sieht keinerlei Grund für eine Abschaffung irgendeines Geldes.

Als fast einzige Partei in Deutschland setzt sich die PDV für einen Markt bzw. für einen freien Wettbewerb des Geldes ein.

Derzeit stellt sich die PDV so zum Geld:
http://parteidervernunft.de/15/fuer-die-freie-wahl-des-geldes

Sollte irgendein „Experte“ der Meinung sein, für ihn wäre die Abschaffung des Bargeldes ok, so steht ihm persönlich dieser Weg frei. Er kann sofort damit aufhören, Bargeld zu benutzen und dann ausschließlich per Giro- oder Kreditkarte bezahlen. Es kann aber nicht sein, dass dieser Weg für jeden verbindlich sein soll.

Insgesamt ist der Vorstoß des Herrn Bofinger an Peinlichkeit schwer zu übertreffen. (siehe: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Top-Oekonom-fuer-Abschaffung-von-Bargeld-article15108601.html)

Zitieren wir einige der Punkte von dort:

„“Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus“, sagte der Ökonom dem „Spiegel“. Bargeld erschwere den Zahlungsverkehr „ungemein“. Als Beispiel nannte Bofinger die verlorene Zeit, „wenn Leute vor Ihnen an der Ladenkasse nach Kleingeld suchen und die Kassiererin nach Wechselgeld“.“

Bargeld erschwert also den Zahlungsverkehr? Vielfach ist es eher umgekehrt als von Herrn Bofinger dargestellt: die Eingabe der PIN, der Aufbau der Datenverbindung und die Ausführung der Transaktion sowie letztlich der Ausdruck des entsprechenden Beleges dauern zumindest bei den alltäglichen Haushaltseinkäufen in aller Regel sehr viel länger, als fix mit einem Schein zu bezahlen und ebenso fix das Wechselgeld ausgehändigt zu bekommen.

Viel kritischer aber als diese Schnelligkeit bzw. Bequemlichkeit ist der Punkt der absoluten Zuverlässigkeit und Flexibilität. Diese ist bei der Kartenzahlung als einzigem Zahlungsweg schlichtweg ausgeschlossen. Denn schon ein Stromausfall würde jegliche Zahlung unmöglich machen. Wie könnte man dann ohne Strom bezahlen? Oder was wäre, wenn die Server, die die Zahlungsmittel verwalten, nicht mehr online sind?

Tatsache ist, dass man keines der für die Abschaffung des Bargeldes vorgebrachten Argumente auch nur ansatzweise ernst nehmen kann. Sie vorgeschoben zu nennen, wäre noch untertrieben. Vielmehr scheint es um Folgendes zu gehen:

1) Die Totalüberwachung

2) Die beliebige Möglichkeit für den Staat, Sonderabgaben zu erheben.

Ein massiverer Eingriff in die Freiheit jedes Einzelnen ist schwer vorzustellen. Es ist auch die Frage, wie ein solches Vorhaben mit dem GG §14 vereinbar sein kann.

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. (http://dejure.org/gesetze/GG/14.html)

Die Folgen einer möglichen Totalüberwachung und einer nahezu unbeschränkten Möglichkeit zur Erhebung von Sonderabgaben sind in ihren Konsequenzen für die Bürger ähnlich dramatisch wie die anlasslose Vorratsdatenspeicherung. Hierzu hat sich die PDV bereits geäußert:

http://parteidervernunft.de/530/schutz-der-persoenlichen-freiheit-aller-menschen-nein-zur-vorratsdatenspeicherung.

Anstatt der Abschaffung einer Geldsorte, wie hier aktuell beim Bargeld diskutiert, befürwortet die PDV dagegen die Abschaffung des staatlichen Geldmonopols. Ein freies Marktgeld, von dem durchaus verschiedene Varianten nebeneinander existieren können, würde die Geldschöpfung aus dem Nichts von Geschäfts- und Zentralbanken beenden. Sie würde damit auch die kontinuierliche Inflation und damit Enteignung der Bürger beenden. Sie würde alle staatlichen Stellen zu tatsächlich effizienten Umgang mit Geld nötigen. Und sie würde schließlich für Budgetwahrheit und -klarheit sorgen, wenn staatliche Ausgaben immer in dem Moment finanziert werden müssten, wenn sie auch anfallen, anstatt diese über Kreditfinanzierungen über viele Jahre zu verteilen.

Daher sieht die PDV für das Geld folgendes vor (Grundsatzprogramm Punkt 2, letzter Absatz)

„Das künftig freie Geldsystem ohne Monopol und ohne gesetzlichen Annahmezwang einer bestimmten Währung wird verfassungsrechtlich verankert“.